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Förderbedürfnisse der zukünftigen Schulkinder (5-6 Jahre)
 

"Für die angehenden Schulkinder ist es wichtig, dass sie schulreif werden. Die Kinder benötigen für eine Schulreife nicht nur Intelligenz und Begabung, sondern sie müssen auch Neues lernen wollen. Außerdem muss das Kind in der Lage sein, sich von den Eltern, besonders von der Mutter, zu lösen. Die Schulkinder müssen sich in die Gleichaltrigen- Gruppe einfügen können.
 

Zudem muss das Schulkind ein gewisses Maß an Disziplin mitbringen, es muss lernen, still zu sitzen und auch zuhören zu können. Das Schulkind muss also kognitiv und sozial gefördert werden. Besonders wichtig sind Fähigkeiten wie Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Aufmerksamkeit, Anstrengungsbereitschaft und Leistungsmotivation“ 
(entnommen aus: Karin Winkler, So entwickelt sich mein Kind richtig – Die ersten 6 Jahre, S.66 - 67)

Für alle Kinder, die im nächsten Sommer zur Schule kommen, gibt es den speziellen "Schulitreff". Er findet einmal in der Woche statt, die Termine werden den Eltern vorher schriftlich mitgeteilt.
Durch die verschiedenen Angebote im Schulitreff werden die Kinder unserer Einrichtung spielerisch auf die Schule vorbereitet. Sie können bei den Angeboten Selbständigkeit lernen, sie werden ermutigt, sich selbst auszuprobieren und können so positive Erfahrungen sammeln.
 
Wichtig beim Schulitreff ist uns die Partizipation, also die Mitbestimmung der angehenden Schulkinder bei der Auswahl der Angebote und der Ausflüge. Die Inhalte des Schulitreffs sind jährlich leicht variabel, es gibt jedoch einige feste Punkte, die jedes Jahr gleich und schon zur Tradition geworden sind. 
Die nähere Umgebung und Lebenswelt der Kinder wird dabei mit einbezogen.
 
Die folgende Übersicht gibt einen kleinen Einblick auf die Angebote des Schulitreffs: 

Vorabinformationen für Kinder und Eltern 
Die erste Schulipost wird vor den Sommerferien verteilt. Die Termine und Aktionen werden zeitig schriftlich bekannt gegeben. 

Ausflüge 
Wir unternehmen Ausflüge zu den verschiedensten Zielen wie Theater, Adlerwarte, Vogelpark, Freilichtbühne, Marktbesuch oder auch Besuche bei den Kindern zu Hause wie etwa auf dem Bauernhof. 

Aktionen und Besuche
z.B. zu den Themen: Polizei, Feuerwehr, Erste Hilfe, Zahngesundheit oder Bäckerei. 

Ausflug zum Abschluss
Die Kinder werden in die Auswahl unseres letzten gemeinsamen Ausflugsziels, zum Beispiel  eine Fahrt zum Zoo oder in den Freizeitpark, mit einbezogen. 
Die Übernachtung in der Kita und das gemeinsame Frühstück am nächsten Morgen sind dann der gemeinsamen Abschluss für die Schulis.

 „Rauswurf“ aus der Kita
mit Kindern, Eltern und Erziehern. Die Kinder werden mit Liedbegleitung im Eingangsbereich symbolisch auf eine Matte aus dem Kindergarten hinaus geworfen. 

3.4    Partizipationsmöglichkeiten für Kinder    

Das „Handwörterbuch für Erzieherinnen und Erzieher“ von Raimund Pousset definiert Partizipation wie folgt: 
„Der Begriff Partizipation (spätlateinisch: participatio) wird allgemein mit teilhabend übersetzt und meint das Einbezogensein von Personen bzw. Gruppen in Entscheidungen, die sie betreffen. Übertragen auf Kinder und Jugendliche bedeutet Partizipation das Teilhaben, das Mitbestimmen und die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an den Entscheidungsprozessen und Handlungsabläufen, die bei der Gestaltung ihrer Lebensräume, Lebensumstände und Regelungen ihres Lebensalltags eine Rolle spielen“. 

(Raimund Pousset, Handwörterbuch für Erzieherinnen und Erzieher, Cornelsen Verlag, Berlin 2010, 2. Auflage)“.  

In unserem Kindergartenalltag gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Kinder, den Tagesablauf mitbestimmen zu können. 

•    Im Stuhlkreis dürfen die Kinder aussuchen, welche Kreisspiele, Fingerspiele oder Lieder gespielt oder gesungen werden sollen.
•    Im Freispiel entscheiden die Kinder, mit was und wem sie spielen möchten. Sie können überlegen, ob draußen oder drinnen gespielt wird, ob sie am Bällebadtag oder am Snoezeltag teilnehmen oder lieber in der Gruppe spielen möchten. 
•    Beim Frühstück dürfen sich die Kinder einen Tischspruch aussuchen. 
•    Partizipation bedeutet auch die Beteiligung am Alltagsgeschehen. So übernehmen die Kinder Alltagsaufgaben, zum Beispiel den Tisch für das Mittagessen decken, das Geschirr abräumen, den Geschirrwagen in die Küche bringen, einen Zettel in eine andere Gruppe bringen, etwas aus einer anderen Gruppe holen und ähnliches. Gesprächsrunde

•    Ein wichtiger Punkt der Partizipation der Kinder ist unsere „Kinderkonferenz“. 

Die Kinderkonferenz ist ein fester Bestandteil unserer Einrichtung. Sie findet einmal im Monat in den beiden Regelgruppen statt und ermöglicht den Kindern eine große Mitbestimmung. Sie können den Gruppen-erziehern sagen, was ihnen in der Gruppe gut oder nicht so gut gefällt.

Themen der Kinderkonferenzen 
können sein:

-    Welches Spielzeug soll mal wieder in die Gruppe einziehen?
-    Was soll neu angeschafft werden? 
-    Sollen besondere Tage geplant werden? 
(Spielzeugtag, Büchertag, Kuscheltiertag, Verkleidungstag oder Waldtage)
-    Welche Regeln brauchen wir in der Gruppe?
-    Was soll verändert werden in der Gruppe?
-    Was essen wir am Frühstückstag? 

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