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Förderbedürfnisse von Kindern und die Gestaltung von Übergängen
 

In jeder Altersphase haben Kinder unterschiedliche Förderbedürfnisse, die wir in unserer täglichen Arbeit mit den Kindern wahrnehmen. Wir beschreiben sie im Folgenden.
 

Kinder unter 3 Jahren
 


 

Diese Grundbedürfnisse der Kinder greifen wir in unserer Einrichtung und in der pädagogischen Arbeit ganz bewusst auf, um die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und fördern zu können.
Gerade im U3-Bereich legen wir großen Wert auf feste Rituale und Strukturen im Tagesverlauf, damit die Kinder die nötige Sicherheit und Geborgenheit erfahren. Jedes Kind wird von Anfang an von einer Bezugserzieherin begleitet. 
Sie gewöhnt das Kind nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell ein. Dieses unterstützt die Kinder behutsam darin, Kontakt zu der Erzieherin aufzubauen, sich bei uns einzugewöhnen und damit verbunden die Loslösung von der Mutter bzw. dem Vater gelingen zu lassen.

Diese Zeit der Eingewöhnung ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich und liegt in der Regel zwischen 1-5 Wochen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern/den Bezugspersonen ist uns in dieser Zeit besonders wichtig.

KuscheleckeDa jede Fachkraft mehrere Bezugskinder hat, werden die Kinder zeitlich versetzt aufgenommen. So können sie sich in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen. Nach und nach werden auch die Beziehungen zu den anderen Fachkräften in der Gruppe aufgebaut und gefestigt. Die täglichen Sitzkreise und gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern die Zugehörigkeit in der Gruppe und fördern das Gemeinschaftsgefühl. Mit Hilfe verschiedener Angebote hat jedes Kind die Möglichkeit, altersentsprechend gefördert zu werden. Im normalen Tagesverlauf begleiten und unterstützen wir die Kinder, beispielsweise vom alleinigen Sitzen über das Krabbeln bis zum eigenständigen Laufen, vom Anreichen des Essens bis zum selbstständigen Essen und bei der Sauberkeitserziehung von der Windel bis zum Toilettengang. 
Bei der Sprachentwicklung achten wir auf unsere Vorbildfunktion. Wir begleiten unser Handeln durch Erzählen und Sprechen. So unterstützen wir zum Beispiel das Wickeln des Kindes mit Sprechreimen. 


Unsere Raumausstattung orientiert sich ebenfalls an den Bedürfnissen der unter Dreijährigen; wir haben kleine Tische und Stühle, bruchsicheres Geschirr, zwei kleine Toiletten und Kletter- und Rutschmöglichkeiten. Die Kinder können sich im Gruppenraum frei bewegen, aber sich auch zurückziehen, beispielsweise in der abgetrennten Kuschelecke, im Babykörbchen oder in der Höhle unter der Hochebene.

Da uns die Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig ist, bieten wir ihnen viele Möglichkeiten der Einbindung. Bevor ein Kind das erste Mal unsere U3-Gruppe besucht, findet ein Informationsabend für die Eltern statt. Anschließend folgt ein gemeinsamer Kennlernnachmittag mit den neuen Kindern und ihren Vätern und Müttern. In der Eingewöhnungszeit und auch im späteren Kindergartenalltag finden regelmäßige Tür- und Angelgespräche statt, insbesondere in der Bring- und Abholphase. Dazu führen wir Verlaufs- und Wickelprotokolle. 
Mindestens einmal im Jahr lädt die Bezugserzieherin die Eltern zu einem ausführlichen Entwicklungsgespräch ein. Außerdem freuen wir uns immer sehr, wenn Eltern einen Tag bei uns in der Gruppe verbringen und so den Ablauf, die Spielpartner und die Spiele ihres Kindes beobachten und begleiten können.
 

Der Übergang in die Ü3-Gruppen

Um die unter Dreijährigen auf den Wechsel in die Ü3-Gruppe vorzubereiten, bieten wir gezielte Besuchertage in diesen Gruppen an. Somit können die  Kinder den Kontakt zu den Ü3-Erzieherinnen und Erziehern und den älteren Kindern langsam aufbauen. Sie lernen die Räumlichkeiten und die Spielsachen der „Großen“ kennen. Während dieser Zeit ist immer eine U3-Erzieherin zur Begleitung dabei.
 

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